Schnell war gestern – Krippenlöwen

2015_steinkopf_0818Nur mal ganz schnell duschen oder eben noch was essen. Die Eile mit der ich meinen Bedürfnisse im letzten Jahr nachgekommen bin, hat nun ein Ende. Und jetzt merke ich, das ich mich schon ziemlich daran gewöhnt habe, alles in Eile zu erledigen.

Die letzten drei Wochen haben wir die Löwen in der Krippe eingewöhnt und jetzt machen sie dort sogar schon Mittagsschlaf. Es fühlt sich super an, wir haben jetzt wieder einen Rhythmus. Für den ist es nicht schlimm, dass sie gegen 6:30 Uhr aufstehen, denn dann können wir die beiden und uns gemütlich fertig machen und entspannt gegen 8:30 Uhr in der Krippe sein. Einer von uns bringt sie und dann holen wir sie gegen 14:30 wieder ab. Eine lange Zeit. Auch für uns lief die Eingewöhnung so gut, dass wir ganz sicher sind, das die Löwen dort gut aufgehoben sind und richtig tolle Sachen erleben. Die Zeit ist für die Löwen, mit diversen Mahlzeiten, Ausflügen auf den Spielplatz und Schlafen, sicher rucki-zucki vorbei.

Ganz anders ist es für mich. 5 Stunden am Stück haben wir jetzt Zeit. Ungewohnt und so schön.

Ich dusche also schnell, Essen verschiebe ich erstmal auf unbestimmte Zeit, damit ich etwas von der langen Liste schaffe und wenn ich dann frisch und bereit für den Tag gegen neun mit meinem ersten, oder eher zweiten Kaffee, vor dem Laptop sitze, suche ich das Babyphone neben mir und wenn ich draußen ein Kind weinen höre, schrecke ich kurz auf.

Immer wieder gucke ich auf die Uhr. Wie viel Zeit habe ich noch? Schaffe ich es vielleicht sogar noch, endlich diese Kisten hier weg zu sortieren? Ja, ich kann alles machen. Heute oder morgen. Oder Freitag, hach. Gerade arbeiten wir erstmal alles ab, was sich in den letzten Monaten angestaut und gestresst hat und dann freue ich mich auf entspanntes abarbeiten des Alltagsgeschäftes.

Es fühlt sich etwas an wie früher. Hier zu sitzen und zu arbeiten. Aber dann, ganz plötzlich rennt die Zeit wieder. Nun doch wieder in den Tempomodus wechseln und alles fertig bekommen, bevor ich die Jungs von der Krippe abhole. Denn eigentlich ist nichts wie früher. Ich bin jetzt Löwenmama von Krippenkindern. Unfasslich!

Im letzten Jahr habe ich oft spielend auf dem Boden im Wohnzimmer gesessen und war mit dem Kopf bei einer Mail, dem Standplan für den feingemacht oder einer Ladenbestellung meines Labels. Das fühlt sich für alle richtig doof an. Aber das bringt die Selbstständigkeit eben so mit sich.

Nun kann ich vormittags alles erledigen, die Wäsche wollte ich auch noch kurz anstellen und das Essen für später vorbereiten, und was frühstücken und arbeiten. All das schaffe ich nun am Vormittag und das Beste ist, dass mein Kopf dann nachmittags frei ist.
Frei für Freizeit mit den Löwen und dem Herzmann.

Viel aufmerksamer und bewusster verbringe ich nun die Zeit mit meinen Männern, es ist wunderbar!

Die Fotos sind noch mal aus dem Shooting mit Indra in den Boberger Dünen. Einfach weil ich fand, dass sie so gut passen.

Schlagwörter: , , , ,

DAS KÖNNTE DIR AUCH GEFALLEN

EINEN KOMMENTAR SCHREIBEN