Schlafgeschichten // „Ich hab dich lieb, du kannst jetzt schlafen.“ von Honigdusche

Heute habe ich in meiner Reihe „Schlafgeschichten“ meinen ersten Gast. Einen ganz besonderen. Nämlich meine Freundin Sarah und ihren Blog Honigdusche.
Sarah und ich sind schon über zehn Jahre befreundet umso freue ich mich sie heute als Gast hier zu haben.
Frau Hongidusche hat zwei Kinder. Ihr Sohn Liam ist 2,5 und ihre Tochter Nova ist etwas über eins. Sarah brignt die beiden oft alleine ins Bett. Wie das mit zwei kleinen Kidnern funktioniert erzählt sie uns gleich hier. Außerdem hat sie uns eine ganz süße Geschichte geschrieben und diese auch vorgelesen. Beides findet ihr unten zum Download.
Ich liebe Sarahs Stimme, dagegen fühlt sich meine an wie ein quitschkonzert.
Ihre Stimme mochte ich schon früher, als sie in der Schule Referate gehalten oder bei einem Konzert ihrer kleinen Band damals gesungen hat.

Meine Sarah, ach wie lieb ich sie habe. Wie passend die Geschichte.

Gute Nacht bei Familie Honigdusche

17:50 Uhr ist der Tiefpunkt meines Tages. Mein Mann arbeitet oft bis spät abends, deshalb bringe ich unsere zwei kleinen Kinder Liam (2) und Nova (1) – ja, für alle, die jetzt rechnen: Da liegen 15 Monate zwischen den beiden und ja, für alle die sich das jetzt fragen: Das war so gewollt 🙂 Also, wo wir das geklärt hätten: Ich bringe die zwei größtenteils allein ins Bett und ich finde es super anstrengend! Mein Körper sehnt sich nach dem Sofa und schlafenden Kindern und kennt die ToDo-Liste die es noch abzuarbeiten gilt.

Aber es hilft nichts, bis die beiden freiwillig und allein schlafen gehen und sich selbst das essen kochen, werden wohl noch ein paar Jährchen ins Land ziehen. Also Essen, Zähne putzen und als Belohnung „Bobo Siebenschläfer“ gucken – diese Bestechung funktioniert im Moment grandios! Dann Schlafanzüge anziehen, ständig ein fliehendes Kind wieder einfangen oder ein anderes total gut verstecktes „piep“-rufendes Kind nach laaangem Suchen hinter der Gardine hervorholen. Und jetzt, wo ich das aufschreibe, klingt das nach total viel Spaß – und könnte es auch eigentlich sein – wenn ich nur nicht schon so müde wäre.

Ich versuche mich zu ein bisschen Kitzeln und ein paar Ausnahmen durchzuringen und dann wird es meistens auch ganz schön. Wir lesen noch eine Geschichte aus diesem oder diesem Buch und dann macht Liam (alleine!) die Musik zum Einschlafen an und jeder bekommt eine Milchflasche. Ich halte noch ein bisschen Flaschen, streichle hier und wie man das in einer Pastorenfamilie erwarten kann, bete ich noch für die Kleinen wenn sie im Bett liegen. Dann sage ich gute Nacht und die beiden schlafen alleine ein. Ich bin sehr dankbar, dass das echt meistens relativ reibungslos klappt. Soweit der Ablauf.

Aber eine Sache habe ich ausgelassen: Den schönsten Moment am Abend. Der Moment an dem ich mich frage, warum ich nie Lust aufs Ins-Nett-Bringen habe, denn was gibt es eigentlich Schöneres, als eine Kleinkindwange an meiner zu spüren die leise flüstern „Imma, imma, imma!“ oder einfach langsam schwer auf meine Schulter fällt? Diese innigen, ruhigen und vertrauten Minuten mit Babygeruch in der Nase im dunklen Zimmer sind einfach wunderschön! Aber mal von Anfang:

Ich glaube unsere Kinder müssen so oft es geht sehen und hören, dass wir sie lieben. Mehr als jeder Lifestyle, Bildung oder Förderung, ist das doch die wichtigste Grundlage für ein gelingendes Leben: geliebt sein. Manchmal läuft das bei uns im Alltag richtig gut, aber so oft gelingt mir das leider tagsüber nicht. Es gibt viele Gründe zum streiten, meckern und so viel ablenkende Beschäftigungen. Und gerade dann wenn mein Leben oder die Phasen der Kinder so anstrengend ist, brauchen sie unsere Liebe doch am meisten, oder? Ich weiß nicht ob es jedem so geht, aber ich nehme das Gefühl vor den Schlafen gehen immer mit in die Traumlandschaft. Und wenn das bei meinen Kindern auch so ist, dann will ich dass sie sich geliebt fühlen wenn sie ins Traumland wandern. Ich kann nicht den ganzen tag Mutti-Perfect sein, aber ich kann ihnen einmal am Tag sagen, wie sehr ich sie liebe. Also flüstere ich jedem, jeden Abend immer wieder die gleichen Worte ins Ohr (und häufig fallen ihnen dabei schon die Augen zu):

Hey, weiß du wann ich dich lieb habe? (Hier antwortet Liam „Imma, imma, imma!“)
Ja, ich habe dich immer lieb!
Ich habe dich lieb, wenn du wach bist und wenn du schläfst,
wenn du weinst und wenn du lachst,
wenn du laut bist und wenn du leise bist.

Ich habe dich lieb, wenn wir lachen und wenn wir streiten,
wenn du alles richtig machst und wenn du versagst.
Ich habe dich lieb, wenn ich da bin und wenn ich weg bin.

Ich habe dich lieb wenn es Sommer und wenn es Winter ist,
wenn es regnet und wenn die Sonne scheint,
wenn es hell ist und wenn es dunkel ist.

Ich habe dich immer lieb.

Deshalb habe ich mir dieses Thema auch für meine kleine Reim-Geschichte ausgesucht. Sie ist alles andere als perfekt – wie unser Leben eben. Aber sie ist voller Liebe und das ist ja was zählt, oder?

Sarahs Einschalfgeschichte für uns

Hier gibt es die Geschichte, gelesen von Sarah, zum Download. (1,8 MB)

Hier könnt ihr die Geschichte als PDF herunterladen. (3.8 MB)

Danke Sarah, dass du bei meiner Reihe mit gemacht hast und uns einen Einblick in euren Abend gewährt hast. Danke natürlich auch für die süße Geschichte die du dir für unsere Kinder ausgedacht hast.

*Die zauberhaften Illustrationen sind von Diana Kohne die ganz toll illustrierte Produkte unter ihrem Label „Hand & Maus“ verkauft aber auch mit freien Arbeiten beauftragt werden kann. Alle Infos findet ihr auf Ihrer Homepage und ein bisschen was erfahrt ihr auch auf dem Design Dienstag über sie.
Danke Diana!

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2 Kommentare

  1. Antworten

    Bahar

    21. August 2017

    Woooow,wieder mal ein großartiger Beitrag von Sarah!Habe es mir gerade angehört und kann dir nur zustimmen@ichsowirso!!!!

  2. Antworten

    Sophie

    29. August 2017

    Dieser Post hat mich gerade mitten ins Herz getroffen und mir sind sogar ein paar Tränchen gekommen. Vielen Dank für so schöne Blogbeiträge, wie diese.

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