Tschüss Steinkopf handmade // Eine aufregende Zeit geht zu Ende

Steinkopf handmade ist mein eigenes kleines Label unter dem ich handgenähte Beanie Mützen und Loop Schals für Erwachsene und Kinder verkaufe. Bei all den Veränderungen die bei uns in nächster Zeit anstehen, haben wir uns schweren Herzens entschieden, das Label aufzugeben.

Wir haben uns nach 6 Jahren wildem Labelalltag entschieden Steinkopf handmade aufzugeben. Wieso, weshalb und warum, lest ihr auf dem Blog | Ichsowirso.de

Die wilden Jahre

Vor 6 Jahren habe ich mich mit meinem eigenen Label selbstständig gemacht. Ich hatte das damals nicht vor, es ist einfach so passiert.
Als Veranstaltungskauffrau habe ich bei der Hamburg Messe gearbeitet und festgestellt, dass mir die Kreativität und die Schnelligkeit fehlen, die ich mir bei meiner Berufswahl ausgemalt hatte. Klar, ich hätte noch vom Messegeschäft ins Konzertbusiness wechseln, oder vielleicht als Weddingplanerin durchstarten können, aber damals hatte ich schon nebenbei angefangen meine genähten Sachen zu verkaufen und mich dann entschieden, alles noch mal neuer und professioneller aufzuziehen. Ich wollte versuchen, mich damit über Wasser zu halten. Und mehr als das, es lief richtig gut. Ich habe die Hoch-Zeit der Designmärkte mitgenommen, meine Produkte online, offline und an Läden verkauft und einfach gemacht worauf ich Lust hatte.
Wilde Jahre würde ich sagen. Arbeit, die mir nicht wie Arbeit vorkam und schnelles Geld, das mich beflügelt hat. Ich habe hauptsächlich Beanie Mützen aus Jersey produziert, selber genäht, eine Nähhilfe gehabt und in einer Behindertenwerkstatt produzieren lassen.
Über die Jahre habe ich mich vom kleinen Dawanda Shop zum Labelbesitzer entwickelt, war auf Fachmessen und Designmärkten unterwegs und habe neue Produkte entwickelt. Dabei bin ich zur Designerin, Schneiderin, Fotografin, Stylistin, Messebauerin, Grafikerin und Verkäuferin geworden. Eine Zeit die mich geprägt hat.
Zeitweise waren mein Mann und ich jedes Wochenende deutschlandweit in unserem alten VW Golf unterwegs und haben unsere Produkte auf Märkten verkauft.
Voller Inspiration und Motivation kamen wir nach Hause und ich habe unter der Woche weiter am Label gearbeitet während mein Mann in einer Produktionsfirma angestellt war. Wir haben immer davon geträumt, dass wir mal beide zusammen am Label arbeiten.

Als sich plötzlich alles änderte

Als wir dann schwanger wurden und es klar war, dass da zwei kleine Löwen bald zu uns gehören, haben wir uns erstmal voll und ganz in dieses Abenteuer gestürzt. Unsere Energie hat auch nicht mehr für viel Anderes gereicht. Mein Mann war in Elternzeit und ich habe das Label eher verwaltet als vorangebracht. Den einen oder anderen Markt haben wir noch gewuppt, aber das Gefühl hat sich verändert.
Wir konnten unsere Zeit und das Geld nicht mehr frei einteilen und relativ schnell wurde das Label immer mehr zum Job der Geld bringen soll. Davor hat es einfach Spaß gemacht und glücklicherweise konnte ich damit Geld verdienen. Mit den zwei kleinen Löwen und den durchgemachten Nächten hat dann nichts mehr so geflutscht. Jeder Post und jede E-Mail haben mich so angestrengt und voll aus meinem Leben als Mama gerissen.
Über die Zeit sind das Label und die Social Media Kanäle eingeschlafen. Nach den ersten 1,5 Löwenjahren konnte ich wieder etwas strukturierter denken und arbeiten und wir haben das ganze noch mal etwas gepimpt. Mit neuem Elan sind wir an die Sache rangegangen. Eine neue Homepage, Kataloge, Produkterweiterungen, neuen Stoffe und Shootings.
Mittlerweile hatten wir unser berufliches Interesse aber irgendwie in andere Richtungen weiterentwickelt. Mein damals neuer Blog hat all meine Leidenschaft eingesogen und mein Mann und ich haben uns entschlossen, uns gemeinsam selbstständig zu machen, um mit Steinkopf Media eine Medienproduktion zu gründen.

Das Lager muss leer

Die handmade Szene ist an einigen Stellen enorm gewachsen und an anderen Stellen extrem stagniert oder sogar zurückgegangen. Viele Designmärkte wurden immer schlechter besucht und auf der anderen Seite gab es mittlerweile kleine Labels wie Sand am Meer.
Für uns fühlt sich das Ganze nicht mehr richtig an, wir stehen beruflich auf zu vielen Beinen und merken, dass wir das alles nicht mehr zu 100% wuppen können. Um uns zu entlasten und mehr Freiraum für andere Projekte zu schaffen, geben wir unser Label daher auf. Wir sind ein bisschen traurig, denn es waren tolle, wilde Jahre und ich habe viel Zeit und Liebe in mein Label gesteckt. Ich war immer froh mein eigener Chef zu sein und alles auszuprobieren, wo ich Lust drauf hatte. Ich habe in der Zeit wirklich viel gelernt und freue mich, dass alles nun für unsere anderen Berufswege einzusetzen.

Unser Stofflager wird geleert und alle Lagerbestände haben wir im Onlineshop für euch. Wir verkaufen die Produkte jetzt zu Selbstkostenpreisen. Wir wissen, dass es eigentlich gerade viel zu warm für Mützen und Schals ist, aber da unser Umzug nun mal in 4 Wochen ist, bleibt uns kein anderes Timing zur Wahl. Daher freuen wir uns, wenn ihr unsere Produkte trotzdem wertschätzt und euch schon mal für die nächsten kalten Tage eindeckt.

Shoppt jetzt hier meine handgenähten Beanie Mützen, Jerseyloops und auch kuschelige Winterloops:

Steinkopf Shop

Wir haben uns nach 6 Jahren wildem Labelalltag entschieden Steinkopf handmade aufzugeben. Wieso, weshalb und warum, lest ihr auf dem Blog | Ichsowirso.de

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2 Kommentare

  1. Antworten

    Anne Heisig

    2. Juli 2018

    Oh krass. Ich denke ganz doll an Dich und Euch! Drücke Dich!!!!

  2. Antworten

    Lena

    4. Juli 2018

    Liebe Lisa, meine erste Steinkopf-Mütze habe ich gekauft als du noch schwanger warst. Meine Lieblingsmütze mit dem alten Flock. … schade, dass das Label jetzt sein Ende findet. Aber manchmal muss man wohl loslassen. Ich wünsche dir und deiner Familie ganz viel Erfolg auf eurem neuen Weg. LG Lena

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