Habt ihr euch eingewöhnt? // Die ersten Wochen als Landhaus Bewohnerin

Ob wir gut angekommen sind und uns schon eingelebt haben? Ich weiß es irgendwie gar nicht so recht.
Wir wohnen jetzt zwei Wochen im neuen Haus und irgendwie bin ich noch immer völlig durcheinander.

Auch wenn alle Kartons ausgepackt sind, hat irgendwie Vieles noch nicht so richtig seinen Platz gefunden. Kleinigkeiten die das Leben leichter machen, fehlen noch. Vom Klorollenhalter bis zur Schlüsselablage gibt es noch keine Lösungen und so landen Briefe, Schlüssel, Kugelschreiber und alles was so rum fliegt auf der Ablage in der Küche.
Da liegt aber auch noch das ganze Werkzeug, was wir brauchen um genau diese kleine Regallösungen mal eben anzubringen. Dazu noch Windeln, die wir auf halbem Wege von der Treppe aus kurz abgelegt haben. Ganz normales Alltagschaos gemischt mit den Resten des Umzuges.

In vielen Zimmern hängen noch keine Lampen … von Bildern ganz zu schweigen. Bilder zu wählen finde ich nämlich unglaublich schwierig. Also ja, Kartons sind alle ausgepackt, aber ich fühle mich innerlich noch völlig verwuschelt. Während ich versuche alles weg zu organisieren und für alles einen Platz zu finden, sind die Löwen schon völlig im Spiel und verteilen Schleichtiere, Autos und die gesamte Auswahl an Kuscheltieren im gesamten Haus.
Ich freue mich, dass die Löwen eigentlich ziemlich gut miteinander spielen und ich nebenbei noch ein bisschen was schaffe, muss denn dafür aber das Spielzeug wirklich überall verteilt werden? Von Keller bis Garten überall! Das Kinderzimmer liegt im ersten Stock, ich stolpere mit den Akkubohrer in der Hand auf der Kellertreppe über den neuen Stegosaurus. Aua.

Hallo ich bin Mama, der kleine Hausdrachen

Die erste Woche nach unserem Umzug hatten wir noch Kitaferien , das war zum Einfinden super, denn die Löwen hatten Zeit, jeden Winkel des Hauses und des Gartens zu erobern. Allerdings gibt es natürlich auch viele neue Regeln, die wir Eltern selbst erstmal herausfinden müssen und die dann auch noch nachvollziehbar vermittelt werden wollen. Während ich also gerade auf der Leiter stehe und eine Lampe anbringe, höre ich vergnügtes Lachen hinterm Haus. Ich gehe gucken und finde die beiden nackig in der Blumenerde, die sie mit der Gießkanne zu „Supermatsch“ gemacht haben und nicht nur das: die weiße Hauswand sollte durch heftiges Beschmeißen mit Matschklumpen auch verschönert werden. Man hab ich gemotzt. Und als die beiden mich völlig verdutzt anguckten und der eine der beiden dann sagte: „Mama, wir wussten nicht, dass das so schlimm ist“, konnte ich etwas einlenken. Nein, es stimmt: die Beiden wissen noch nicht, was hier erlaubt ist und was absolut verboten. Das ist gerade für uns alle etwas anstrengend, aber ich bin mir sicher, dass sich das in den nächsten Wochen einpendeln wird. Im Moment fühle ich mich noch wie ein kleiner Hausdrachen. Nein, es wird nichts die Treppe runter geschmissen, nur weil ich auch mal die leeren Umzugskartons von oben nach unter gepfeffert habe, das Grundstück wird nicht verlassen, mit der Gartenschere wird nicht an Bäumen gehackt bla bla bla. Aber ich bin mir sicher, es wird!

 

Gerade arbeitet mein Mann super viel und seit Montag ist die Kita wieder in vollem Gange. Hallo Alltag, wir versuchen irgendwie klar zu kommen und planen von Tag zu Tag.
Ich fühle mich aber eher, als bräuchte ich ganz dringend mal einen Tag mit meinem Mann im Haus, ohne Kinder, um den letzten Schwung fertig zu kriegen. Das wird sich also noch etwas ziehen. Ich fühle mich trotzdem schon sauwohl im neuen Haus, Garten und Innenhof. Richtig heimelig und auch ohne Lampen und Klorollenhalter schon angekommen.

5 Weise Dinge der ersten zwei Wochen einer Landhaus Bewohnerin

  1.  Ich hasse Fliegen. Ich hatte völlig vergessen, wie nervig es ist, wegen Fliegen im Zimmer nicht schlafen zu können und wegen der vielen Wespen nicht draußen essen zu können.
  2. Mülltrennung. Wie geht das? Ich stehe wirklich bei fast jedem Teil vor den Mülleimern und frage mich, in welchen dieser Container das jetzt soll. Und ob es wirklich sein muss, die Joghurtbecher auszuwaschen, bevor sie dann in den gelben Sack kommen. Ai ai ai, das Thema Müll nimmt ganz andere Ausmaße an.
  3. Jeder Gang macht schlank. Ich habe abends Schmerzen in den Beinen vom Laufen. Ja echt! Keller, Erdgeschoss, erster Stock und dann noch Schuppen und Speicher. Noch ist alles überall verteilt. Wie oft ich alle Wege zweimal gehe, weil ich was vergessen oder an der falschen Stelle liegen gelassen habe. Das ist schon was anderes, als wenn man alles auf einer Ebene in einer Wohnung hat.
  4. Ein Mann bleibt mit seinem Hund vor unserem Haus stehen, man grüßt sich und hält einen kurzen Schnack. Nichts Besonderes, es sieht nach Regen aus, schöner Hund und sowas. Danach lächle ich und gehe wieder ins Haus. Das fühlt sich irgendwie gut an, ganz anders als in der doch oft so anonymen Großstadt.
  5. Es gibt eine Abstellgenehmigung bei der Post…. wisst ihr alten Hasen bestimmt schon, aber für mich ist das Neuland und ich bin völlig glücklich darüber. Kein Hinterhergerenne in irgendwelche Postfilialen oder zu Nachbarn die nie da sind. Das Paket wartet einfach an dem von uns bestimmten Ort auf unserem Grundstück auf uns. Perfekt!

Anfang September reisen wir für ein paar Wochen nach Griechenland und davor möchte ich es gerne schaffen, unser Häuschen so her zu richten, dass wir nicht ins Chaos zurück kehren.
Und ich freue mich drauf die letzten Kleinigkeiten noch zu schaffen, denn es wird von Tag zu Tag schöner.
Auf Instagram halte ich euch auf dem Laufenden und zeige immer mal wieder fertige Ecken. Schön, dass ihr alle so mitfiebert und euch mit uns freut! Danke!

 

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4 Kommentare

  1. Antworten

    Sandra

    19. August 2018

    Ich freu mich immer über deine Berichte über eure neue Wohnsituation! Hier ist es auch immer wieder Thema ob wir in die Nähe der Großeltern in Richtung Elmshorn ziehen wollen. Sind beide aber in Festanstellung in HH und auch dadurch hin und her gerissen…

  2. Antworten

    Patricia

    19. August 2018

    Lllliiiiiisssssssaaaaaa. Der beste Satz: „Auch wenn alle Kartons ausgepackt sind…“ Also wir sind ja Anfang Mai umgezogen. Ich gehe davon aus, wir haben VIELLEICHT nächstes Jahr alles ausgepackt. Vielleicht. Das verteilen aller möglichen Dinge im Haus ist hier auch so. Na irgendwie wird sich das alles zurecht ruckeln. Mit der Zeit…

  3. Antworten

    Uli

    21. August 2018

    Ha, hier stehen noch zwei Kartons vom Umzug vor… Vier Jahren! Unglaublich wie du das schaffst.

    Und : der Joghurt Becher muss nur Löffelrein sein da er eh noch mal gespült wird. Aber : immer den Deckel vom Becher vollständig anziehen und einzeln in die Tonne (auch bei Käse /Wurst etc. Packungen. Da das unterschiedlicher Kunststoff ist und nicht recycelt werden kann wenns noch zusammen hängt)
    🙂

    Gutes ankommen und einleben wünsche ich euch! Sieht wirklich total schön aus.
    Alles Liebe!

  4. Antworten

    Caro

    29. August 2018

    Toller Bericht und Einblick in euer neues Leben auf dem Land. Ich kann mich so wiederfinden – wir sind auch vor 4 Monaten von der Großstadt aufs Land in ein wirklich Mini-Dorf mit 60 Einwohnern gezogen und es war natürlich auch eine Umstellung. Und: wir haben auch noch ein paar Kartons stehen, wollten erstmal unseren Garten auf Vordermann bringen, bevor es bald wieder zu kalt wird. Dann packen wir den Rest an sobald es Herbst ist. Deine weisen Dinge kenne ich auch und kann ich absolut zustimmen :). Zum Glück sind die Fliegen aber nur in der unteren Etage und somit nicht im Schlafzimmer oben, das ist dann einigermaßen erträglich.
    Viel Spaß euch weiterhin im Haus, ist wirklich toll geworden, das was man bisher gesehen hat!

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