Mama, wo wohnen Monsters?

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Wir spielen hier bei uns Zuhause schon seit die Kinder klein sind oft Monster. Knutschmonster, Kitzelmonster und Kuschelmonster. Dabei jage ich die Löwen durch die Wohnung und wenn ich sie geschnappt habe, wird kräftig abgeknutscht oder durchgekitzelt. Ein Riesenspaß diese Monster Sache.

Aber so langsam nimmt das Thema hier richtig Fahrt auf.
Neulich Nacht lag ich eingequetscht zwischen beiden Kindern in unserem Bett. Einen Fuß im Gesicht und jedes Kind hatte einen meiner Finger in der kleinen Hand. Einer der Löwen wühlte schon so lange rum und wir alle versuchten wieder einzuschlafen.
Dann eine Frage im Flüsterton. „Mamaaaa? Wo wohnen Monsters?“

Ich sage ihm, dass Monster nur eine Geschichte sind und es sie gar nicht in echt gibt. Aber während ich es erzähle, ist mir schon klar, dass bei den kleinen Kerlen gerade Realität und Fantasie vermischt sind und es für sie wirklich schwer zu verstehen ist, dass das zwei unterschiedliche Dinge sind.
Zehn Minuten später, ich denke der kleine Kerl ist eingeschlafen, kommt die nächste Frage: “ Mamaaaa? Wie sehen Monsters aus?“
„Ganz unterschiedlich“ antworte ich, „es gibt kleine und große Monster, es gibt liebe und lustige Monster“.
Er guckt mich lange ganz ruhig an und sagt dann: “ Aber Mama die Monsters sollen nicht zu unser Zuhause kommen“
„Nein“ sage ich, „die kommen nicht zu uns, hier ist doch Monster Verbot“.
Ich nehme ihn in den Arm und streichele ihm über den Kopf bis er eingeschlafen ist.

Also was nun Mama, gibt es Monster oder nicht? Ist es richtig ihm einen Strich durch seine Fantasie zu machen, um ihm die Angst zu nehmen?

Wie entsteht die Monster Angst

Psychologen bezeichnen diese Angst als „Vernichtungsangst“. Die Kinder merken, dass sie selber größer und stärker werden und es andere gibt, die noch größer und stärker sind und ihnen vielleicht weh tun könnten. Diese Erkenntnis ist gepaart mit der Entwicklung der Fantasie und Realität und Monsterphantasien verschwimmen.

Bei uns ist es noch nicht ganz so ausgeprägt, wir müssen keine Monster aus dem Zimmer verscheuchen oder sie unter dem Bett suchen, aber die Gedanken spinnen sich sicher noch weiter und wir überlegen, wie wir damit umgehen wollen.
Das Thema beschäftigt den kleinen Kerl ganz schön und mich seit dem auch. Ich frage mich, welche Aussage ihm gut tut, es gibt sie oder es gibt sie nicht.
Ich möchte ja nicht, dass er wirklich Angst vor etwas hat, was nur in seinem Kopf existiert, aber ich möchte auch seine Phantasie nicht so platt machen. Denn in seiner Vorstellung gibt es ja Monster und wenn dann einfach die Mama daher kommt und sagt, dass das nicht so ist, dann fühlt es sich an, als würde ich ihn nicht ernst nehmen mit seinen Sorgen und Ängsten.
Ich weiß, dass viele Kinder zwischen 3 und 5 diese Phase erleben und die auch wieder vorbei geht. Trotzdem habe ich auch in dieser Phase mal wieder Angst, etwas falsch zu machen.

Monster Verbot

Bei uns herrscht jetzt auf jeden Fall absolutes Monsterverbot. Hier dürfen keine Monster rein und weil die Monster Angst haben, Ärger zu kriegen, machen die das dann auch nicht. Momentan klappt diese Strategie noch ganz gut. Ich finde es aber trotzdem wichtig, ihre Angst ernst zu nehmen und ihnen Sicherheit zu geben. Mir fallen noch folgende Strategien zur Monsterbewälltigung ein:

  1. Gebt eurem Kind einen Beschützer, ein Kuscheltier, ein Glücksbringer oder ähnliches und erzählt ihm, dass der nun auf jeden Fall die ganze Nacht aufpasst. Beschützer schlafen nämlich tagsüber, damit sie nachts fit zum Auspassen sind.
  2.  Besorgt euch Bücher mit freundlichen und lieben Monstern
  3. Wir haben jetzt ein Monsterspray. Ja, das sprüht man abends einmal über das Bett und dann riecht es für uns ganz schön nach Lavendel, aber die Monster mögen den Geruch gar nicht und kommen niemals in die Nähe.
  4. Bei uns hat der neue Betthimmel super geholfen. Wie eine kleine Höhle hängen sie über den Betten und geben den Löwen Geborgenheit
  5. Es bleibt immer ein kleines Licht an und Licht mögen die Monster gar nicht.
  6. Außerdem hängt in unserem Betthimmeln ein kleiner Traumfänger, der fängt die blöden Gedanken an Monster in der Nacht ein.
  7. Tagsüber machen wir  es im Schlafzimmer immer ganz hell und spielen dort auch, um den Raum positiv zu beleben.

Ich habe hier ein paar schöne Beschützer und Geschichten aus dem tausendkind Shop  für euch raus gesucht.

 

Angat vor Monstern ist bei Kleinkindern ganz normal, aber was können wir machen um es besser zu machen? Beschützer und unsere Tipps findet ihr jetzt auf dem Blog. | Ichsowirso.de

Bist du das Monster? // Henri erbt ein Monster // Die Krumpfelinge // Traumfänger // Kleiner Hase //  Fuchs Anhänger  // Dino Kuscheltier // Schmusetuch Hase // Herzlampe  // Großer Wal //

Mats hat immer den großen Wal von Jellycat mit im Bett, der liegt am Fußende, und weil der Blauwal das größte Tier der Welt ist, haben die Monster dann Angst, ist doch klar.
Anton hat immer einen ganz kleinen Schnuffel dabei, an den er sich so richtig gut einkuscheln kann. Ich bin mir sicher, dass jedes Kind andere Erfahrungen macht, sogar bei uns liegt die Monsterfantasie eher bei einem der Löwen und der andere nimmt die ganze Monster Sachen eher locker.

Habt ihr noch ultimative Tipps, wie ihr damit umgeht?

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1 Comment

  1. Antworten

    Mary

    5. Oktober 2018

    Danke für diesen tollen Bericht. Unsere Vierjährige hat auch große Probleme beim ein- und durchschlafen und ganz oft böse Träume. Ich „entferne“ die bösen Gedanken aus ihrem Kopf, indem ich mir erzählen lasse, was da drin herumspukt und dann ziehe ich langsam und sanft an ihren Haaren, bis in die Spitzen, um diesen Gedanken aus dem Kopf zu kriegen… und dann nehmen wir uns den nächsten schlechten Gedanken vor….

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