Landleben / War der Umzug ein Fehler?

Ob wir angekommen sind, ist immer noch eine der häufigsten Fragen an uns. Gleich nach der Frage nach `nem dritten Kind.
Ich sag mal so, gerade ist es schwer. Unser Leben hat sich verändert, unser Leben ist teurer und komplizierter als vorher und gerade bringt uns nicht mal das Garten-Argument  weiter, denn es ist kalt und nass da draußen. Manchmal schleicht sich die Frage in meinen Kopf, ob das alles ein Fehler war.

Wie sich unser Leben auf dem Land gerade anfühlt und warum wir darüber nach denken, ob der Umzug raus aus Hamburg ein Fehler war lest ihr jetzt auf dem | Ichsowirso.de

Die Löwen gehen immer noch in Hamburg in die Kita

Das haben wir so entschieden, weil wir es eigentlich gut fanden für die Beiden nicht alles auf einmal zu ändern und weil es keine andere Lösung gab. Das wussten wir schon, bevor wir hier eingezogen sind. Es gibt in Elmshorn kaum Kita Plätze für die umliegenden Orte. Unser Ort hat Kita Plätze eingekauft, aber leider weniger als es Kinder im Ort gibt. Die Rechnung geht nicht auf. Wir haben also keinen Anspruch auf einen Platz in der Nähe und alle Kitas sind voll. Klar, Wartelisten, nette Gespräche und Telefonate, aber wenn keine Plätze da sind, dann sind keine da.
Wir haben uns also entschieden die Beiden in Hamburg zu lassen. In einer Kita, in der sie gut vernetzt  und wir mit dem Konzept sehr zufrieden sind. Daraufhin haben wir uns dann ein Büro in Hamburg gemietet und ich muss sagen, dass das meiner Seele auch ganz gut tut. Ich bin ja quasi noch jeden Tag in Hamburg, also eigentlich gar nicht weg gezogen.
Genau das macht es aber auch so schwer, denn wir leben dort und wohnen hier. Montag bis Freitag pendeln wir in die Stadt, was realistisch betrachtet, morgens im Berufsverkehr immer mindestens eine Stunde dauert. Auch das wussten wir vorher. Das wird schon nicht so schlimm sein. Die Löwen machen es auch wirklich super, solange es was zu knabbern und Hörspiele gibt, ist die Rückbank friedlich. Aber ich kann teilweise echt kein Yakari mehr hören. Zwei Stunden am Tag.
Gerade nach der Kita habe ich das Gefühl, die kleine Zwangspause tut den Jungs ganz gut. Nur uns strengen die vollen Autobahnen und das Fahren im Dunkeln an.
Wenn ich mit Freunden spreche, dann erzählen mir viele, dass sie auch so 40min zu ihrer Arbeit brauchen, innerhalb der Stadtgrenzen, und das beruhigt mich dann irgendwie immer ein bisschen. Denn so habe ich ja vor dem Umzug auch immer argumentiert. Das Beispiel, dass wir in der Kita geblieben sind, macht deutlich, was sich geändert hat: die Stunde Weg, die fehlt uns im Morgenprogramm. Wie ein Viehtreiber laufe ich hier manchmal hinter den Kindern her und hetzte sie durch den Morgen damit wir rechtzeitig los kommen. Und das fühlt sich richtig blöd an. Früher hatten wir immer ganz entspannt zwei Stunden Zeit morgens, jetzt muss das hier in 45 min laufen. Früher wecken ist keine Option, später losfahren auch nicht.

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Kosten außerhalb von Hamburg

Und dann ist da noch die Sache mit den Kosten. Wie gut wir es in Hamburg hatten. Wie gut alle Eltern es in Hamburg haben, das ist uns erst jetzt so richtig bewusst, wo wir es nicht mehr haben. Denn obwohl wir die Kita in Hamburg nutzen, müssen wir aufgrund unseres Wohnortes die Schleswig Holsteiner Kita Gebühren bezahlen, die gerade trotz Ausgleichszahlung bei 600€ für beide Kinder liegen. Dazu kommen die Pendelkosten. Puh, das muss man sich wirklich vorher ausrechnen.
Denn wir zahlen zwar für unser wundervolles Haus hier weniger Miete als damals für unsere Wohnung in der Schanze, aber mit den Kosten für die Kinderbetreuung zahlen wir nun doch drauf.
Die zwei Jahre werden wir das schon wuppen, bis die Löwen dann hier in die Schule kommen, dachten wir.

Nur dass die Grundschule hier nur bis knapp 12:00 Uhr geht, das hatten wir nicht so auf dem Zettel, als wir mit unseren Dreijährigen umgezogen sind, war das irgendwie noch nicht in unserem Fokus. Und in Hamburg ist das ja auch kein Thema, da gibt es die Ganztagsgrundschule. Hier können wir eine Nachmittagsbetreuung (bis 15:00 Uhr)  für ca. 400€ monatlich dazu buchen, wenn man denn einen Platz bekommt. Oder eben zwei Plätze. Ai ai ai.

Sogar mein Organisationtalent stößt an seine Grenzen

Ich bin gerade irgendwie auf Zack. Ich möchte viel unterwegs sein, ich möchte Freunde treffen und Dinge erleben. Ob das mit der Isolation hier oder mit dem Durst nach Frühling zusammen hängt, ich weiß es nicht. Aber ich fühle mich hier doch manchmal ein bisschen gefangen. Und zwar nicht, weil ich nicht mobil bin, sondern weil alles so kompliziert ist. Der Aufwand Freunde für zwei Stunden auf `nen Wein zu treffen ist enorm und geht immer auf Kosten meines Mannes. Wir haben in unserem Büro ein Schlafsofa und können dort immer schlafen, das ist natürlich super, wenn man abends eh bis spät in Hamburg unterwegs ist und dann am nächsten Tag ja wieder in der Stadt am Start sein muss. Aber da sind ja auch noch die Kinder. Das bedeutet dann für mich immer, dass mein Mann die Kinder alleine wuppt und ich die Beiden fast 24h nicht sehe, nur damit ich abends unterwegs sein kann. Oder ich schlafe nicht in Hamburg und fahre nachts mit der Bahn zurück, aber auch das ist, gerade als Frau, nicht besonders schön.
Überhaupt ist es ziemlich kompliziert die Tage zu planen. Da wir ja beide Selbstständig sind, sind unsere Tage oft sehr verschieden und wir müsse gut überlegen, wie wir alles organisatorisch gut hinbekommen. Wer muss wann wohin und wer holt die Kinder ab. Wer fährt wann nach Hause? Mit Auto oder Bahn. Alles muss genau besprochen werden und an alles gedacht. Sonst hat auf einmal der Falsche den Büroschlüssel in der Tasche oder das Klapprad für die Bahn steht Zuhause. Das ist alles kompliziert und anstrengend.
Und oft würde ich mir wünschen, einfach noch mal eben los zu düsen. Nur für ein paar Stunden eine Freundin zu treffen, ohne gleich ein schlechtes Gewissen zu haben, weil mein Mann dann nicht nur das Abend- sondern auch das Morgenprogramm alleine machen muss.
Diese komplizierte Planung macht mich manchmal ganz wuselig. An manchen Tagen würde ich am Liebsten sagen, dass wir einfach alle zuhause bleiben, weil mir der Kopf von alle den Wenns und Danns raucht. Und das obwohl ich einfach nur los ziehen will gerade. Freundinnenzeit, mich freu und flexibel fühlen. Ein Dilemma.

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Winterblues so schlimm wie noch nie.

Wenn also ein großer Teil des Lebens mit Arbeit und Kita  in der Stadt stattfindet und man nur zum Schlafen und am Wochenende wirklich hier ist, fühlt sich das ganze mehr an wie in einem Ferienhaus. Ein schönes Ferienhaus mit all den Dingen die man braucht vor Ort. Und im eigenen Stil eingerichtet. Klingt eigentlich ganz knorke oder? Aber wart ihr schon mal im Urlaub als es nur geregnet hat? Draußen ist es grau, nass und kalt. Ich habe keine Lust raus zu gehen und die Kinder noch weniger als ich. Alle Programmpunkte im näheren Umfeld des Ferienhauses hat man dann schon so oft gemacht, dass sogar die Kinder keine Lust mehr haben mit dem Fahrrad zu dem einen Spielplatz mit Seilbahn in der Nähe zu fahren. Außer- dem gibt es in Fahrrad Distanz mit den kleinen Rennfahrern nichts Spannendes außer ein Netto, bei dem man mal ein Überraschungsei kaufen kann.
Wenn man also bei schlechtem Wetter im Ferienahaus abhängt und versucht, es sich mit Waffeln, Kamin und Spielen gemütlich zu machen, dann kann man so ein paar Tagen überbrücken und nette Familienmomente haben. Aber ein paar Monate? Uns fällt hier im Moment an den Wochenenden regelmäßig die Decke auf dem Kopf und wir stecken uns gegenseitig mit unserer Muffellaune an.
Ganz schlimmer Winterblues! Manchmal sitzen wir hier und fragen uns, was wir denn in Hamburg an solchen Tagen gemacht haben. Ne Runde um den Blog, nachmittags mal kurz zu Freunden oder nen Samstagnachmittag bei Ikea verbracht. Mal kurz zwei Stunden in den Tierpark oder auf den Spieli und danach ein Stück Kuchen im Kaffee. In unserer Gegend kannten wir alle Ecken und wussten, wohin wir auch an regnerischen Tagen fliehen können. Hier zieht man nicht mal eben los und entdeckt die nächste Neubausiedlung wenn es draußen  nieselt und kalt ist.

Im Herbst habe ich darüber geschrieben, wie schön ich es finde, die Jahreszeiten so viel bewusster wahr zu nehmen und zu genießen. Das hier gerade ist dann wohl die Kehrseite des Ganzen. Und da wir erst im Spätsommer hier eingezogen sind, haben wir noch gar keinen ganzen Sommer hier genießen können, der uns den Rücken für den Winter stärkt.

Das Resümee

Tatsächlich sitzen wir nun manchmal hier in unserem wunderschönen Haus und fragen uns, ob das so eigentlich das ist, was wir wollten. Wir zahlen mehr als vorher und absehbar auch nicht wirklich weniger. Wir haben gar keinen Elan und keine Zeit hier neue Kontakte zu knüpfen, denn wir haben ja Freunde in Hamburg und nicht mal die schaffen wir so oft zu sehen wie wir gerne würden. Alles ist irgendwie kompliziert und teuer und dauert lange. Und was haben wir davon? Ein schönes Haus und Platz.

Uh, ihr merkt, ich bin im Jammermodus wie meine Mama jetzt sagen würde. Ja, das stimmt. Aber ich bin mir so sicher, wenn die ersten Sonnenstrahlen hier wieder über den Hof strahlen und ich mich mit meinem Kaffee draußen in die noch etwas kalte Frühlingsluft setzen kann, während die Sonne mein Gesicht wärmt,  dann sieht die Welt schon wieder anders aus. Und das ist nicht mehr lange. Und darauf freue ich mich.

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20 Kommentare

  1. Antworten

    Lili

    12. Februar 2019

    Ich glaube, man kann einem Ort nur eine Chance geben, wenn man auch wirklich da ist, Kontakte knüpft. Das ist am Anfang dann auch ein Stück Arbeit, zu der man sich aufraffen muss. Das macht aus Wohnen Leben. Ich wohne in einer Großstadt und habe trotzdem dollen Winterblues, denn dieses Jahr ist er v.a. eins: grau und nass. Es kommen auch wieder hellere Tage!

    • Antworten

      Lisa

      20. Februar 2019

      Jaaaa, her mit der Sonne 🙂 Danke dir für deinen Kommentar!

  2. Antworten

    Kadi

    12. Februar 2019

    Ich kenne diese Gedanken nur zu gut. Wir sind auch irgendwann aufgrund der Familienplanung in einen kleineren Ort gezogen und eigentlich war ich noch gar nicht bereit. Meine Laune war mies und ich fühlte mich mega isoliert. Es wird besser.
    Vor allem, wenn man irgendwann anfängt Kontakte zu knüpfen und Gleichgesinnte trifft. Das dauert zwar, aber ist dann umso schöner. Die Wege werden kürzer, man kann auf einmal Ruhe genießen (das musste ich erst lernen), die Kids haben Spielkameraden im Ort, spontane Spieldates, Kaffeedates etc…
    Und wenn das Wetter wieder besser wird, dann sieht die Welt ganz anders aus. Ganz viel Durchhaltevermögen für Dich. Gebt Euch Zeit… Fürs Ankommen, fürs Sackenlassen, und in sich hinein horchen.

    • Antworten

      Lisa

      20. Februar 2019

      Liebe Kadi, danke dir für deinen lieben Kommentar! Ich bin gespannt wie es hier weiter geht 🙂 Danke dir!

  3. Antworten

    Vroni

    12. Februar 2019

    Liebe Lisa. Wir haben gegen Ende drs Jahres die LandlebenNotbremse gezogen und sind wieder zurück nach München. Kopfschütteln von allen Seiten mit drei Kindern
    a) nach 1 1/2 Jahren wieder umzuziehen
    b) Haus mit Garten aufzugeben
    C) ohne Kigaplätze von vorn anzufangen

    Aber uns ging es so wie dir. Wir fühlten uns eingeengt und einsam. Jetzt hatten wir endlich Platz für Freunde und Gäste und kannten aber niemanden zum einladen. Selbst im dortigen Kiga haben sich keine neuen Freundschaften gefunden für uns als Familie. Auch Jobtechnisch wäre das Land auf Dauer meine berufliche Sackgasse nach der Elternzeit gewesen. Und dann noch die Langeweile on top.
    Jetzt sind wir zwar erst eine Woche zurück haben aber so fröhliche und herzliche Tage verbracht wie in den 18 Monaten nicht einmal. Wir mögen unsere 4 Zimmer Wohnung viel lieber als das Haus. Nur an den Garten werde ich noch wehmütig zurück denken und die verlorene Möglichkeit die Kinder an der Waldorfschule anzumelden.
    Dafür sind wir wieder fröhliche Eltern mit Netzwerk um uns herum.
    Bin gespannt wie eure Geschichte weitergeht und wünsche euch nur das Beste.
    Gruß Vroni

    • Antworten

      Lisa

      20. Februar 2019

      Liebe Vroni,

      danke dir für deine Geschichte! Du, ich bin auch gespannt wie es bei uns weiter geht 🙂
      Wenn es so ist, dass man zurück möchte, dann ist es so! Und wie du schon sagst, lieber ohne Garten aber dafür Glücklich!
      Danke dir!

  4. Antworten

    Julika

    12. Februar 2019

    Liebe Lisa,
    und ging es genau wie Euch. Wir haben vor drei Jahren ein Haus in Schleswig Holstein gebaut. Argument-das können wir uns in Hamburg nicht leisten. Haha, was für eine Milchmädchenrechnung! Denn die enormen Kitagebühren hatten wir irgendwie nicht aufm Schirm auch wir sind die ersten Monate täglich eine Stunde zur Hanburger Kita gefahren, im Winter für mich ein Horror. Unser Sohn war damals knapp 2.
    Jetzt, nach drei Jahren fällt mein Fazit klar aus: es war die beste Entscheidung unseres Lebens. Unser Sohn hat auf der Straße vorm Haus Rad fahren gelernt, er wird bald alleine zur Schule laufen können, unser Freundeskreis ist enorm gewachsen und ich schaue beim Kochen meinen Kindern im Garten beim Spielen zu. Um nichts in der Welt würde ich das hergeben, trotz Hunderter Euro für die Betreuung(mit der ich oft hadere). Aber all das war harte Arbeit und hat vor allem Zeit gebraucht. Und tatsächlich hat der Kitawechsel die Veränderung gebracht. Für unseren Sohn bedeutete dies Freundschaften vor Ort und wir konnten endlich Kontakte knüpfen. Gibt es bei euch auch jetzt zum Sommer keine Chance auf einen Platz?
    Gib dir und euch Zeit zum Ankommen, freu dich auf den ersten Sommer im eigenen Garten(der wird alles verändern) und genieße das Nachhausekommen in EUER Traumhaus!
    Alles Liebe, Julika

    • Antworten

      Lisa

      20. Februar 2019

      Liebe Julia, danke für deinen Kommetnar und die lieben Worte.
      Das motiviert mich tierisch. Danke dir!

  5. Antworten

    Julia

    12. Februar 2019

    Liebe Lisa,
    Danke für deine ehrlichen Zeilen. Ich verstehe dich nur zu gut und würde dir so gern helfen. Wenn ich dir helfen darf, sag Bescheid. Mein Telefonbuch ist groß und hat auch einige Muttis in Kreis Pinneberg im Repertoire, die sicherlich auch gern weiterhelfen❤️. Eine Frage noch: Wäre eine Tagesmutter auch eine Option? Liebe LandGrüße und eine feste Umarmung! Julia

    • Antworten

      Lisa

      20. Februar 2019

      Danke dir meine Liebe.
      Die Tagesmütter hier in der Gegend waren bisher nicht sehr ansprechend. Außerdem sind ide Gruppen meist altersgemischt und sehr klein. Weil ja zwei davon dann schon unsere wären, hätten wir Bedenken, dass sie genug Input bekommen- Danke dir für dein Hilfeangebot und deinen Kommentar! Bis ganz bald!

  6. Antworten

    Ute

    13. Februar 2019

    Guten Morgen,
    ich glaube wohl, dass es schwer ist, Hamburg zu verlassen. Eine pulsierende Traumstadt. Ich glaube aber, aus meiner Erfahurn( meine Kinder sind inzwischen erwachsen) ist es für Kinder schöner, außerhalb von Hamburg groß zu werden.
    Solange die Kinder aber in Hamburg in die Kita gehen, sind sie hin und her gerissen.
    Vielleicht könnte man eine private Kleingruppe für die Kiddies finden, wenn ein Kindergartenplatz schwierig ist
    Kontakte knüpfen ist das A und O. Eigentlich geht das mit Kindern oder Hind doch immer wunderbar und du scheinst doch auch nicht schüchtern zu sein.Gibt es keinen Sportverein? Guck doch mal im Supermarkt( gibt es den) am Schwarzen Brett. Geh‘ auf die Leute zu.
    Nur nicht verschanzen. An Wochenende soll der Frühling kommen, da heißt es raus und nach Schneeglöckchen und Wintwrlingen Ausschau halten.Ein ganz paar darf man pflücken und im Haus verteilen, das hebt die Stimmung.
    Ich wünsche dir ganz viel Glück und bin mir sicher, in ein paar Wochen sieht die Welt für dich schon ganz anders aus

    • Antworten

      Lisa

      20. Februar 2019

      Hallo Ute,
      danke dir für deinen kommentar! Du hast recht, Kontakte knüpfen wird super wichtig sein. Und gutes Wetter natürlich 🙂 Die Sonne wird alles richten!

  7. Antworten

    Verena

    13. Februar 2019

    Hallo! (:
    Ich finde den Beitrag sehr interessant und musste hin und wieder etwas Schmunzeln. Diese Probleme kenne ich seit klein auf. Ich habe noch nie in der Stadt gewohnt.
    Für uns ist es immer ein „Highlight-Ausflug“, den man sich ab und an gönnt. Oder man muss eben zum Arbeiten in die große Stadt fahren. Das machen hier viele.
    Allerdings ist es doch so viel schöner auf dem Land zu wohnen. In einem Dorf kennt sich jeder, man muss nur in ein paar Vereine eintreten – Turnen, Schwimmen, Reiten, Kleingärtner, Musikschule.. und Zack, kennt man alle!
    Ich wünschen euch weiterhin viel Erfolg und Durchhaltevermögen
    Alles Liebe
    Verena

    • Antworten

      Lisa

      20. Februar 2019

      Hallo Verena, danke dir für deinen Kommentar. Wir beide sind halt in der Stadt groß geworden. Da muss man sich erstmal umgewöhnen 🙂
      Danke dir!

  8. Antworten

    Steffi

    13. Februar 2019

    Liebe Lisa,
    ich kann eure Situation so gut nachvollziehen!
    Ich wohne selbst mit meinem Sohn und meinem Mann im „Speckgürtel“ und würde es niemandem empfehlen. Mein Mann hatte das Haus schon, als wir uns kennenlernten und so zog ich hier her. Als wir noch zu zweit waren, war das auch ok, da ich immer schnell in Hamburg war.
    Als mein Sohn geboren wurde, wurde es kompliziert. Kurse, wie z.B. PEKiP, gab es hier gar nicht, sodass ich wieder nach Hamburg ausweichen musste. Mein Freundeskreis in Hamburg wuchs, in meinem Wohnort kenne ich bis heute nur meine direkten Nachbarn.
    Einen Kitaplatz bekamen wir im Ort auch nicht, sodass wir wieder auf Hamburg angewiesen waren. Und nach einer Weile wurde uns sogar aus Spargründen der Zuschuss für den Kitaplatz von der Gemeinde gestrichen. Wir zahlen seitdem knapp 600€ pro Monat – für 6 (!) Stunden.
    Auch der Versuch, hier Kontakte zu knüpfen, ist völlig fehl geschlagen. Auf den Spielplätzen sind keine Kinder, da die alle abgeschottet in ihren eigenen Gärten spielen und Kinderturnen o.ä. gibt es zwar, allerdings finden die Kurse zu Zeiten statt, an denen ein Kind mit beruftstätiger Mama definitiv noch in der Kita ist.
    Auch die vermeintlichen Vorteile (frisches Obst und Gemüse vom Bauern, usw.) sind keine wirklichen, da man einfach Stunden durch die Gegend kutschieren muss, um alles wichtige einzukaufen. Und bis wir wirklich richtig in der Natur sind, muss man erst mal über eine stark befahrene Straße, die die einzelnen Dörfer hier miteinander verbindet. Da würde ich mein Kind eher in Hamburg in einem Park alleine spielen lassen.
    Ich möchte nicht alles schlecht reden, aber dass Leben auf dem Dorf funktioniert nur für eine bestimmte Lebensweise. Zu mir passt sie nicht.
    Ich wünsche euch, dass ihr besser in eurem neuen Leben ankommt, als das bei mir der Fall ist.
    Alles Liebe

    • Antworten

      Lisa

      20. Februar 2019

      Hallo Steffi,
      oh je. Das klingt ja gar nicht so gut. Habt ihr mal drüber nach gedacht eure Wohnsituation noch mal zu ändern?
      Wir werden jetzt erstmal den Sommer genießen und dann sieht die Welt sicher schon besser aus. Auch wenn die Kosten und die Fahrerei natürlich bleiben….
      Danke dir für deinen Kommentar!

  9. Antworten

    Levke

    14. Februar 2019

    Moin, ich bin auch aus der Stadt aufs Land (nicht mal Dorf) gezogen. Es hat bestimmt 2 Jahre gedauert hier richtig anzukommen. Mein Mann hat das Haus gekauft bevor es mich gab. Er ist damals im die Freiwillige Feuerwehr eingetreten und dadurch haben wir Anschluss bekommen.
    Im Winter, wenn der Frust kommt weil kein Café einfach um die Ecke ist dann probiere ich allerhand Tassenkuchen aus, lasse mir draußen einmal den Kopf frei pusten und kuschel mich dann vor den Kamin.
    Man kann auch im Winter mit Kindern so viel draußen machen. Denn es gibt ja bekanntlich kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung. Hagebutten sammeln und ein Herz draus fedeln, oder Stöcker und damit ein Kerzenglas umhüllen.
    Und wer sagt, daß du immer zu deinen Freunden nach HH musst. Die können ja auch mal zu dir kommen. Lade sie ein in deinem schönen, großen Haus zu entschleunigen! Alles Gute!

    • Antworten

      Lisa

      20. Februar 2019

      Liebe Levke, danke dir für deinen Kommentar. Du hast recht, man kann viel machen aber wir sind eifnach gerade noch in der Umstellungsphase und das ist nicht immer leicht. Erstmal wird das bessere Wetter es für uns richten 🙂
      Danke dir!

  10. Antworten

    Julia

    14. Februar 2019

    Liebe Lisa,
    Man fühlt wirklich deinen Frust und Winterblues. Ich wohne auch außerhalb Hamburgs und bin so froh die Tür auf zu machen und die Kinder rauszulassen, ohne Sorge zu haben vor viel Verkehr und co. Ihr habt ja aber auch wirklich einen krassen Schritt getan, von pulsierenden Zentrum richtig raus.
    Ich glaube auch dass das Pendeln nervt, ich hatte in Altona gearbeitet und jede Strecke eine Stunde- Nerv!!
    Sobald ihr aber Kontake in der neuen Umgebung habt wird es Besser. Eure Hamburg Freunde können auch zu euch kommen, vielleicht gibt es da keine tolle Weinbar aber der Wein schmeckt auf dem Sofa auch gut und gute Gespräche sind da erst recht möglich.
    Und Nachmittage mit Kinderturnen und co vergehen auch da schnell und dann bekommt ihr Anschluss. Man muss leider aber auch den richtigen Abschied zulassen, und vielleicht gehen dann auch ein paar Leute, aber dafür kommen neue hinzu.
    Heute scheint schon so schön die Sonne. Es wird besser werden!!
    Liebe Grüße
    Julia

    • Antworten

      Lisa

      20. Februar 2019

      Hallo Liebe Julia, danke dir für deinen Kommentar. Du hast recht, ich glaube wir hadern noch mit dem Abschied nehmen. Wir brauchen denke ich einfach etwas Zeit! Danke dir!

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