Rezept // Rhababersirup mit Tonkabohne

Ich liebe den Mai und die Leckereien die er mit sich bringt.
Erdbeeren, Spargel und Rahbaber gehören jedes Jahr zu meinem Highlights. Jahreszeiten abhängiges Obst und Gemüse kann man irgendwie viel mehr genießen, als die eingeflogenen Lebensmittel wie Bananen, die es das ganze Jahr über in den Regalen gibt.
Leider spielt das Wetter in diesem Jahr nicht so richtig mit wie es sollte. Nun ist es Mai aber wir fühlen eigentlich eher nach Grünkohl und vielleicht sogar nach Weihnachtsgans. Denn andere Temepraturen als im Dezember haben wir gerade nicht. Man munkelt aber, dass es heute richtig schön sonnig werden soll. Und die ersten Straheln sind auch schon am blauen Himmel.
Und da ich, wie alle anderen, schon in den Startlöchern für den richtig knackigen Frühling stehe habe ich mir schon mal was Leckeres auf  Vorrat gemacht. Rhababersirup mit Tonkabohne.

Die Tonkabohne

Ich stehe auf Tonkabohnen und mache zur Weihnachtszeit viel damit. Die leicht süßliche, vanillige Bohne kommt aus Südamerika und wird hauptsächlich für Desserts verwendet. Man sagt ihr nach das sie Reichtum und Potenz bringt. Zwei Umstände die man ja nie genug haben kann.
Die betörende Bohne gilt aber auch als Gefährlich, denn sie entählt, genau wie Zimt einen hohen Cumaringehalt. Ein  hoher Cumanrin Konsum kann der Leber schädigen und Krebs verursachen. In den USA ist die Tonkabohne in Lebensmitteln daher verboten. In Deutschland kann man aber eh nur fermentierte Tonkabohnen kaufen, die den zugelassenen Cumaringehalt nicht übersteigen. Da man zum Würzen mit der Tonkabohne eh nur sehr wenig benötigt, sind bei normalen Verzehr keinerlei Schäden zu befürtchten.

Die säuerlich-frische Kombination

Jetzt habe ich mich statt einem Dessert mal an einer frischeren Kombination probiert. Die Säure des Rhababers und der Vanillehauch zusammen mit dem braunen Zucker sind eine ganz wunderbare Kombination.
Ich finde es auch ein super kleines Mitbringsel zur Gartenparty oder  dem näcshten Grillfest. Ich bin ja eh ein Fan von kulinarischen Geschenken und ein besonderer Sirup ist eine wirklich vielseitig einsetzbare Alternative zu Marmelade oder Kräuteröl.
Bei den Etiketten habe ich diesmal auf Drucker und Klebepapier verzichtet und einfach ein handgeschriebenes aus Kraftpapier dran gebunden. Gefällt mir auch ganz gut.
Nächstes mal gibt es dann wieder eins zum Downloaden für euch.
Nu aber los.

Hier kommt das Rezept für den Rhababersirup mit Tonkabohne

IHR BRAUCHT:
1500 g Pinken Rhababer // 1,5 l Wasser // 800 g brauner Zucker // 1 kleine Tonkabohne // 1 Bio Zitrone // Flaschen zum Abfüllen für ca. 2-2,5 l fertigen Sirup

SO WIRDS GEMACHT:
– Rhababer waschen und in fingerdicke Stücke schneiden.
– Zitronenschale abreiben. Abrieb und Rhababer zusammen mit dem Wasser ca. 15 min köcheln lassen bis der Rhababer zerfällt.
– Den Saft durch ein Sieb abseien und das Rhababermus (nach dem Abkühlen) dann durch ein Küchentuch ausdrücken.
– Die Tonkabohne mit einer Muskatreibe abreiben. Die Zitrone auspressen.
– Zucker, Zitronensaft und Tonkabohne in den Saft geben und alles zusammen 20 min köcheln.
– Abschmecken!
– Den fertigen Sirup in die Flaschen abfüllen und in den Kühlschrank stellen.

Der Sirup ist etwas säuerlich, süß und vanillig. Je nach Geschmack könnt ihr an den einzelnen Komponenten rumschrauben. Ich mag es, wenn man die Säure des Rahababers noch raus schmeckt, wenn es euch zu sauer ist, gebt einfach noch etwas mehr Zucker hinzu.
Eiswürfel ins Glas, Sirup dazu und dann je nach Geschmack Wasser oder Sekt rein. Yummie!

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2 Kommentare

  1. Antworten

    Han

    7. Mai 2017

    Mmmmh, das klingt lecker!
    Was schätzt du: wie lange ist der Sirup haltbar? Denke gerade an Gastgeschenke für die Hochzeit 🙂
    Danke für die tolle Idee!

  2. Antworten

    Leonie

    8. Mai 2017

    Das klingt so lecker! Beim nächsten Trip zum Farmshop werd ich definitiv ein paar Rhabarberstangen einpacken und es nachköcheln 🙂 Mir gefällt deine Verpackung übrigens total gut, passt perfekt.

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