Duschgedanken // Selbstliebe, Schwimmbad Horror und mein neuer Tankini

Neulich bin ich fast von Stuhl gefallen und es hat mich ziemlich nachdenklich gemacht: die Löwen wollten mich ärgern und neben Kacki, Pupsi und Eierloch kam auf einmal : „Du bist eine dicke Mama“ . Und das sagen sie nicht nur zu mir (wo es ja immerhin stimmt), sondern auch zu ganz schlanken Menschen. Sie lernen anscheinend in der Kita von den Größeren, dass es eine wirkungsvolle Beleidigung ist, jemanden als dick zu betiteln. Das finde ich absolut nicht in Ordnung. Nicht, weil ich selber etwas mehr auf dem Hüften habe, sondern weil ich nicht möchte, dass die Löwen Menschen nach Äußerlichkeiten bewerten. Ich bin mir ganz sicher, dass sie mit ihren drei Jahren noch keinerlei böse Absichten hinter so einer Aussage haben, sondern nur nachplappern was die Großen aus der Kita so sagen  und mal testen wollten, wie weit man Zuhause eigentlich gehen kann. Erschrocken habe ich mich trotzdem. Ob jemand dick oder dünn ist, alt oder jung, groß oder klein sollte doch für einen Dreijährigen keine Rolle spielen – und überhaupt für niemanden!

Ich habe mir viele Gedanken darüber gemacht und dabei gemerkt, dass es am allerwichtigsten ist, den Löwen ein gutes Vorbild zu sein. Es ist okay, wenn man etwas mehr wiegt.
Selbstliebe ist ja im Netz sowieso anscheinend  DAS Thema 2018, das kommt mir ganz gelegen, denn das ist momentan auch genau mein Thema. Für mich bedeutet das eine Mischung daraus zu akzeptieren, dass ich nie der super schlanke Typ sein werde und gleichzeitig daran zu arbeiten, dass ich mich in meinem Körper wohler fühle.

Schwimmbad Horror im Babybecken

Am Wochenende hatte ich Gelegenheit zum Üben. Wir waren im Schwimmbad. Die Löwen lieben das Wasser und wünschen sich eigentlich fast jeden Tag nach der Kita schwimmen zu gehen.
Leider muss ich zugeben, dass ich mich im Schwimmbad einfach nicht wohl fühle. Schon gar nicht im Babybecken. Wie man da so sitzt quasi nackt im knöcheltiefen Wasser und mit 20 anderen Eltern an meiner Seite. Das ist mir irgendwie zu eng und zu unbekleidet.

Und ehrlich gesagt, hat das auch mit meiner Figur zu tun. Den BMI habe ich einfach hinter mir gelassen. Und es gibt keinen anderen Ort, an dem mir das so unangenehm ist wie im Babybecken eines Schwimmbades, obwohl sich  in den letzten Monaten schon einiges getan hat. Ich habe beschlossen etwas zu verändern – und habe das umgesetzt. Ich habe meine Ernährung verändert und auch abgenommen. Richtig wohl fühle ich mich unter den anderen Schwimmbadeltern immer noch nicht. Aber das Leuchten in den Augen der Löwen übertrumpft mein Gefühl des Unwohlseins so sehr, dass ich mich zurücknehme. Ich habe beschlossen, nach Bademode zu gucken, in der ich mich vielleicht sogar wohl fühlen könnte und habe mir diesen gestreiften Tankini bestellt. Das hat mein Schwimmbadgefühl am Wochenende schon deutlich verbessert.

Als ich Kind war, waren wir super viel im Schwimmbad. Es hat mir immer richtig Spaß gemacht und ich konnte gar nicht oft genug hingehen. Ich bin eigentlich voll der Wasser – Mensch. Diese Freude möchte ich mit meinen Kindern teilen und sie an sie weitergeben. Auf keinen Fall möchte ich, dass sie mein Unwohlsein merken oder sogar dadurch beeinflusst werden. Ich möchte ihnen ermöglichen, dass sie mit einem gesunden Körpergefühl aufwachsen und das nicht nur bei ihnen, sondern auch bei uns. Daran arbeite ich seit ein paar Monaten und freue mich sehr, dass ich das Gefühl habe, es entwickelt sich in die richtige Richtung.

 

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7 Kommentare

  1. Antworten

    Lea

    13. Februar 2018

    Sieht toll aus dieser Trankini! Kinder helfen einem aus der Komfortzone, und das ist gut so!

  2. Antworten

    Pina

    13. Februar 2018

    Hey Lisa,
    Ein offener, ehrlicher und sehr persönlicher Post. Nicht dein erster, aber mal wieder ein sehr schöner. Finde mich da ein bisschen wieder und freue mich in der Blogger, Instawelt mal soetwas zu lesen…
    Ganz liebe Grüße, Pina

  3. Antworten

    Sarah

    13. Februar 2018

    Ein wirklich schöner ehrlicher Blogpost, Danke dafür! Der Tankini sieht super toll aus! Kleidung kann auch dabei helfen sich besser zu fühlen. Und es muss nicht immer hauteng sein, wie der Tankini zeigt!

  4. Antworten

    Lea

    16. Februar 2018

    Ach Lisa, ich komme erst jetzt dazu ihn zu lesen aber bin da ganz bei dir. Ich bin ebenfalls mollig und ein guter Badeanzug bzw Tankini kann da echte Wunder vollbringen. Mit guter Bademode fühle aich ich mich am Strand oder im Schwimmbad wohl. Du hast eine schöne Auswahl getroffen. Liebste Grüße an euch ♡

  5. Antworten

    Brigitte Sinz

    18. Februar 2018

    Liebe Lisa,
    Schlanksein zählt in unserer Gesellschaft als Schönheitsideal. Aber das heißt für mich nicht, dass alle schlanken Menschen hübsch sind. Und umgekehrt sind nicht alle Menschen mit erwas mehr Kilos gleich hässlich. Für mich zählt viel mehr die Ausstrahlung eines Menschen und die hast du definitiv! Du bist eine hübsche Frau mit gutem Modegeschmack und mit dem neuen Tankini machst du sicher auch im Schwimmbad eine gute Figur! Lass dich von solchen Idealen nicht einschüchtern!!!

  6. Antworten

    Weslley

    25. Februar 2018

    Der Kater im Körper Kopfschmerzen, flaues Gefühl im Magen und allgemeines Unwohlsein mit Appetitlosigkeit, Gastritis oder Beeinträchtigungen der geistig motorischen Fähigkeiten:Übermäßiger Alkoholkonsum macht den Morgen danach zum Katzenjammer.

  7. Antworten

    HealthyFoodSecret

    27. Februar 2018

    Thanks a lot for the post.Really thank you! Much obliged.

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